Wer sind wir?

Über uns

 

Wir sind die Menhirhexen Degernau e. V. – ein traditioneller Fasnachtsverein, der das närrische Brauchtum mit Freude, Gemeinschaft und einem Hauch geheimnisvoller Tradition pflegt und lebendig hält.

 

Unsere Mitglieder kommen aus Degernau, aus den verschiedenen Orten rund um das Wutachtal und teilweise auch von weiter her. Was uns verbindet, ist die Freude an der Fasnacht, das gemeinsame Vereinsleben und der freundschaftliche Kontakt zu anderen Vereinen.

 

Unser Name und die Gestaltung unserer Hexenfigur sind eng mit einem besonderen Wahrzeichen unseres Heimatortes verbunden: dem Menhir von Degernau. Der aufrecht stehende Stein stammt aus keltischer Zeit und prägt die Landschaft bereits seit Jahrtausenden.

 

Der Menhir von Degernau

 

Auf dem Degernauer Buckel, einer Anhöhe zwischen Degernau und Erzingen, erhebt sich der etwa zwei Meter hohe Menhir von Degernau. Der aufrecht stehende Stein stammt aus keltischer Zeit und prägt die Landschaft bereits seit Jahrtausenden.

 

Die Bezeichnung Menhir stammt aus der bretonischen Sprache und bedeutet übersetzt „langer Stein“: „Men“ steht für Stein und „hir“ für lang.

 

Der Sage nach war dieser Ort schon für die Kelten von besonderer Bedeutung. Im flackernden Schein von Feuern und Fackeln sollen sie den Menhir aufgesucht haben, um geheimnisvolle Rituale abzuhalten, ihre Götter anzurufen und deren Zorn zu besänftigen.

 

Die Legende des Degernauer Menhirs

 

In dunklen Nächten sollen sich Hexen und Weise um den aufragenden Stein versammelt haben. Im Schein von Feuer und Fackeln riefen sie mit Gesängen die Mächte der Natur an und schöpften neue Energie für ihre Rituale und ihre Zauberei.

 

Man erzählte sich, der Menhir könne die Stimmen der Vergangenheit in sich aufnehmen und sie jenen zurückgeben, die ihm mit Respekt begegnen. Wer den Stein berührte, soll eine ungewöhnliche Kälte und Unruhe verspürt haben. Manche glaubten, ein leises Flüstern zu hören, während andere für einen kurzen Augenblick jedes Gefühl für die Zeit verloren.

 

Bis heute steht der Menhir still und wachsam auf seiner Anhöhe – als stummer Zeuge längst vergangener Zeiten. Und wenn zur Fasnacht die Masken getragen werden und das Feuer die Dunkelheit erhellt, so heißt es, erinnere sich der Stein an jene Nächte, in denen Brauchtum, Magie und Dunkelheit miteinander verschmolzen.

 

Die Entstehung der Menhirhexen

 

Die Geschichte unseres Vereins begann im Jahr 2017 bei einem geselligen und zünftigen Abend unter vier Freunden. Alle vier waren bereits seit vielen Jahren in der Fasnacht aktiv. An diesem Abend entstand schließlich die Idee, gemeinsam einen eigenen Verein zu gründen.

 

Aus einem zunächst spontanen Gedanken wurde schnell ein ernsthafter Plan. Auf der Suche nach einer sagenhaften oder mystischen Verbindung zu Degernau stießen die vier Freunde auf den Menhir. Der geheimnisvolle Stein und die Geschichten über Hexen, Rituale und verborgene Kräfte passten genau zu der Figur, die sie erschaffen wollten.

 

So wurde der Name des Menhirs zum festen Bestandteil des Vereinsnamens – und die Menhirhexe war geboren.

 

Doch unsere Hexe sollte sich von anderen Hexengestalten unterscheiden. Deshalb wurde das Element Feuer zu einem wichtigen Teil unseres Vereins. Feuer war bei alten Ritualen in Form von Kerzen, Fackeln und Feuerstellen stets gegenwärtig. Mit unserer Feuershow verbinden wir diese mystische Vorstellung mit einer modernen und eindrucksvollen Darstellung.

 

Innerhalb von nur drei Monaten wurden die ersten großen Hürden bewältigt: Das Häs und die Maske entstanden, die Satzung wurde ausgearbeitet und die Anmeldung des Vereins vorbereitet. Schon kurze Zeit später fand das erste gemeinsame Treffen statt.

Seitdem wachsen die Menhirhexen stetig weiter. Aus der Idee von vier Freunden ist eine starke Gemeinschaft entstanden, die Tradition und Moderne, Fasnacht und Freundschaft sowie Feuer und geheimnisvolle Geschichte miteinander verbindet.

 

 

Das Hexenbiest

 

Nicht alle Wesen, die dem Ruf des Menhirs folgten, waren einst Hexen. Der Legende nach näherte sich in einer stürmischen Nacht ein uralter Wald-Dämon dem Degernauer Menhir. Angelockt von der dort versammelten Macht, versuchte er, sich diese gewaltsam anzueignen.

 

Doch die Hexen stellten sich ihm entgegen. Im Kampf verband sich die Kraft des Dämons untrennbar mit einer von ihnen. Aus dieser Verschmelzung entstand ein Wesen, das weder vollständig Hexe noch vollständig Dämon war: das Hexenbiest.

 

Seine mächtigen Hörner zeugen bis heute von seinem dämonischen Ursprung. Wilder, stärker und unberechenbarer als die übrigen Hexen, wacht es seit jener Nacht über die Gemeinschaft und den Menhir. Wenn Gefahr droht, tritt das Hexenbiest aus dem Nebel hervor – als Beschützer der Menhirhexen und als Warnung an alle, die sich ihnen entgegenstellen.

 

 

 

ᛗenhirhexen Degernau e. V. – Brauchtum, Gemeinschaft und Feuer seit 2017.
 

 

 

Hexenknechte / Hexentaufe

 

Neue Anwärter werden bei uns, den Menhirhexen, zunächst für ein Probejahr als sogenannte „Hexenknechte“ aufgenommen. In dieser Zeit können sie unseren Verein, unsere Gemeinschaft und unser Brauchtum kennenlernen und herausfinden, ob sie sich bei uns wohlfühlen.

 

Vor Beginn der Fasnachtssaison werden unsere Hexenknechte von den festen Hexenmitgliedern ersteigert. Für die folgende Saison sind sie ihrer jeweiligen Hexe zugeteilt und erfüllen kleinere, selbstverständlich angemessene Aufgaben.

 

Am Ende der Fasnachtssaison stimmen wir gemeinsam über die endgültige Aufnahme der Anwärter ab. Möchten die Hexenknechte bei uns bleiben und erhalten sie die Zustimmung unserer festen Mitglieder, folgt rund um die Fasnachtseröffnung am 11. November der feierliche Höhepunkt ihres Probejahres: die Hexentaufe am Menhir in Degernau.

 

In einem traditionellen Ritual werden unsere bisherigen Hexenknechte zu vollwertigen Hexen getauft und offiziell in unsere Gemeinschaft aufgenommen. Mit dem Hexenschwur am Stein bekräftigen sie ihre Verbundenheit zu unserem Verein, unserem Brauchtum und zur Gemeinschaft der Menhirhexen Degernau e. V.

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